Israelischer Regierungschef verteidigt Militäroperationen gegen Iran
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die gemeinsamen Militäroperationen mit den USA gegen den Iran als strategischen Erfolg bezeichnet. Ohne diese Angriffe hätte der Iran bereits über Atomwaffen verfügt, erklärte er – eine Bedrohung, die nun „um Jahre“ aufgeschoben worden sei.
Netanjahu zufolge hätten sich Millionen Israelis im Falle einer iranischen Nuklearbewaffnung in unmittelbarer Lebensgefahr befunden. Teheran bestreitet hingegen seit Langem, Atomwaffen anzustreben, und bezeichnet sein Nuklearprogramm als ausschließlich zivil ausgerichtet.
Netanjahu schließt iranische Atomwaffen kategorisch aus
Der israelische Regierungschef bekräftigte seine Haltung in unmissverständlichen Worten: „Mit Abkommen oder ohne Abkommen – der Iran wird keine Atomwaffen haben.“ Er fügte hinzu, dass dies solange gelten werde, wie er das Amt des Ministerpräsidenten innehabe.
Zugleich erklärte Netanjahu, der Konflikt mit dem Iran und dessen regionalen Verbündeten sei nicht abgeschlossen. Die israelische Armee werde in sogenannten Sicherheitszonen im Gazastreifen, im Südlibanon sowie in Syrien präsent bleiben, „solange wie nötig“.
USA und Iran einigen sich auf Rahmenabkommen
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die Vereinigten Staaten und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geeinigt. Die formelle Unterzeichnung ist für Freitag in der Schweiz geplant.
Das Abkommen sieht unter anderem eine Verlängerung der Waffenruhe sowie die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor. US-Vizepräsident JD Vance erklärte, das Dokument sei bereits digital unterzeichnet worden. Über den genauen Inhalt der Vereinbarung ist jedoch nach wie vor wenig bekannt. „Wir wissen noch nicht, wie das Abkommen aussehen wird“, räumte Netanjahu ein.
Israelische Opposition spricht von Kapitulation
In Israel stieß die Einigung auf erhebliche Kritik. Die Opposition bezeichnete das Abkommen als Misserfolg und als Kapitulation gegenüber dem Iran.
Auf Berichte über Meinungsverschiedenheiten mit US-Präsident Donald Trump reagierte Netanjahu zurückhaltend. Er räumte ein, mit Trump „nicht immer einer Meinung“ zu sein, ohne jedoch Details zu nennen.
